Was ist Ayurveda?
Ayurveda ist die weltweit älteste bekannte Lebens- und Gesundheitslehre und entstammt der vedischen Hochkultur Altindiens.

Das Wissen wurde tausende von Jahren mündlich überliefert, die ältesten Schriften in Sanskrit sind 5000 Jahre alt.

"Ayus" bedeutet Leben, "veda" das Wissen, die Wissenschaft. Ayurveda ist die Wissenschaft vom langen Leben, dabei geht es um eine gesunde Lebensführung in der Einheit von Körper, Geist und Seele unter Bercksichtigung sämtlicher Umweltfaktoren.

Zum Stillstand kam der Ayurveda durch den Import westlicher Technologie während der Kolonialzeit. Seit 1958 wird das Wissen wieder durch die Regierung gefördert, es gibt eine systematische Ausbildung für Ärzte.


Konstitutionen (Doshas)
Die Basis von Ayurveda bilden die so genannten drei Funktions - bzw. Energieprinzipien (Doshas):

  • VATA - das Bewegungsprinzip

  • PITTA - das Feuerprinzip

  • KAPHA - das Strukturprinzip

Alle drei Prinzipien sind für das Leben notwendig und das Zusammenwirken findet sich überall in der Natur wieder.

Äther und Luft pärgen das Vata-Dosha, Feuer und zu einem geringeren Teil Wasser prägen Pitta. Kapha leitet sich aus den Elementen Erde und Wasser ab.

Doshas

Die jeweiligen physikalischen Qualitten der Elemente kennzeichnen
die Eigenschaften der Doshas:

Element

Dosha Eigenschaften
ther - Luft Vata trocken, leicht, kalt, beweglich, rauh, schnell, subtil

Feuer - (Wasser)

Pitta heiß, scharf, leicht, flüssig, leicht ölig, beweglich
Wasser - Erde Kapha glatt, ölig, schwer, fest, kalt, träge


Was hat das alles nun mit uns Menschen zu tun?
Wir finden diese Eigenschaften der Doshas in verschiedensten Kombinationen in unserem Körper wieder und sie übernehmen dort u.a. folgende Funktionen:

Dosha

Prinzip Funktion
Vata Bewegung Beweglichkeit, Wachheit, Trennung von Nähr- und Abfallstoffen, Ausscheidung, Atmung

Pitta

Stoffwechsel Verdauung, Sehkraft, Wärmeproduktion, Hunger & Durst, Intellekt, Elastizitt
Kapha Struktur Stabilitt, Kraft, Geduld, Potenz, Geschmeidigkeit, Nachsicht, Mut und Großzügigkeit

Vata ist z.B. zuständig für die Beweglichkeit, sowohl körperlich , als auch geistig (Wachheit), ist verantwortlich für die Trennung von Nähr- und Abfallstoffen, für die Ausscheidung und die Atmung.

Pitta, das Feuerprinzip regelt u.a. die Verdauung, die Wärmeproduktion, Hunger - und Durstgefhl, aber auch die Sehkraft, außerdem ist es verantwortlich für den Intellekt und die Elastizitt des Körpers, insbesondere der Gelenke.

Kapha als Strukturprinzip gibt Stabilitt, Kraft und Potenz und ist gleichzeitig Basis für die Eigenschaften Grozgigkeit, Mut und Nachsicht.


Abhyanga
Abhyanga ist das Wort für die Ayurvedabehandlung mit Öl. Sie ist eine Art der möglichen Öl-Anwendungen im Ayurveda. Abhyanga bedeutet "Ölung, Salbung" und zwar um die speziellen Energiepunkte des Ayurveda: Die Marma-Punkte.

Verschiedene Massagegriffe wirken lockernd, stimulierend, entspannend und regulierend auf Haut, Muskulatur, Gelenke und Nervengewebe. Spezielle Griffe wirken auf tieferliegende Organe u. Gewebsschichten, wie z. B. Darm, Lungen und Rückenmark.

Gezielte, gleichmige Streichungen aktivieren das Lymphsystem und fördern so die Entgiftung des gesamten Körpers. Die Verwendung traditionell hergestellter, hochwirksamer medizinischer Ölzubereitungen bewirken eine tiefgreifende, nachhaltige Reinigung und Nährung von Haut, Muskeln, Gelenken sowie tiefer liegenden Geweben und fördert deren Straffung und Regeneration. Gerade die Haut gewinnt durch regelmige Ölanwendung schnell ihre Jugendlichkeit und Elastizitt zurück.

Im Ayurveda sind Massagen mit natürlichen Ölen (z.B. Sesamöl) häufiger Bestandteil der Behandlungen. Auch für die tägliche Selbstanwendung wird die Abhyanga empfohlen. Denn das Öl öffnet die Srotas ("Entschlackungskanäle") es nährt und schützt, es verbessert das Gleichgewicht der Doshas (Vata, Pitta, Kapha).

Die Ölmassage (Abhyanga) ist, z.B. bei Ayurveda Kuren, regelmäßige Grundlage der Behandlung. Sie ist eine meist sehr sanfte und eine sehr angenehme Behandlung. Sie wird in den antiken Schriften sowohl zu Gesunderhaltung wie auch für medizinische Anwendungen eingesetzt. In diesem Sinn ist die Abhyanga auch als Wellness-Anwendung sinnvoll.

Die Abhyanga kann als tägliche Selbstmassage erfolgen oder durch einen oder zwei Therapeuten.

Positive Wirkungen:

Verbesserung von LYMPHFLUSS, DURCHBLUTUNG sowie HARMONISIERUNG DES NERVENSYSTEMS, dadurch:

  • Stärkung der Organfunktion
  • Stärkung des Immunsystems
  • Blutdruck Ausgleichung
  • Schmerzlindernd
  • Vorbeugung aller Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems
  • Vorbeugung neurologischer Beschwerden
  • Nachlassen körperlicher und geistiger Anspannung
  • Histamin Senkung --> Allergien
  • Tryptophan Erhhung --> Melatonin, Serotonin Erhöhung
  • Verbesserter Schlaf
  • Verbesserung der Hautfunktion, Vorbeugung von Hauterkrankungen
  • Vorbeugung von Augenerkrankungen, verbessert die Sehkraft und die Schönheit der Augen
  • Hilft bei Ausscheidung und Entgiftung
  • Reinigt die Vata-Kanäle im Körper und normalisiert die Vata-Aktivitt im Körper

Sie kann auch Grundlage für weitere therapeutische Manahmen im Ayurveda oder bei Ayurveda Kuren sein.


Marmas
Die Marmas oder auch Vitalpunkte sind jene Punkte an der Körperoberfläche, an denen Muskel-, Fett- und Knochengewebe, Venen, Arterien, Bänder und Gelenke aufeinendertreffen. An diesen vitalen Punkten konzentrieren sich die Lebenskräfte. Schon früh wurde entdeckt, daß durch Massage der Vitalpunkte innere Organe und Syteme gestärkt werden. Weiterhin sieht man in den Marma-Punkten eine Vereinigung von Körper und Geist im menschlichen Körper. Im Ayurveda stellen diese Punkte wichtige Druckpunkte dar, sehr ähnlich zu den Akupunktur Punkten der traditionellen chinesischen Medizin. Der größte Unterschied besteht darin, dass die Marma-Punkte größer und nicht auf Meridianen angeordnet sind.